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2019

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Jahresausflug 2019 nach Pforzheim

Nach dem Taufgottesdienst, gehalten von Pfarrer Herrmann in Vertretung seiner erkrankten Gattin Franziska Gnändinger und der Mitwirkung des Kirchenchores unter der Leitung von Kantorin Gabi Bretzer starteten wir zu unserem 42. Chorausflug. Unser Zwischenstopp für das Mittagessen war das Schützenhaus etwas außerhalb von Heidelsheim, Kreis Bruchsal gelegen. Auf der Fahrt erfuhren wir Einiges über diese ehemalige Reichsstadt Heidolfesheim: Wie bei Wiesenbach steht auch hier eine 1250-Jahrfeier an. Der historische Stadtkern geht auf das Mittelalter zurück, wurde  1689 zerstört und neu errichtet. Wehrtürme, Reste der Stadtmauer, das barocke Stadttor und stolze Bürgerhäuser, die Stadtkirche und ehemalige katholische Kirche (16. Jahrh.) prägen das beeindruckende Stadtbild. Nach der Weiterfahrt durch das südliche Kraichgauer Hügelland gelangten wir zum nördlichsten Teil des Schwarzwaldes und zur Goldstadt Pforzheim. Dort angekommen besuchten wir nun unser eigentliches Ziel: Das Gasometer (besser bekannt als „Gaskessel“). Der Gaskessel wurde 1912 errichtet. Seine Form entspricht einem Zylinder. Am Boden beträgt der Durchmesser 44,5 Meter. Wenn der Kessel gefüllt und ganz ausgefahren ist, hat er eine Höhe von etwa 40 Meter. Der Gaskessel ist ein technisches Denkmal der Industrialisierung. Der 2005 außer Betrieb genommene Gaskessel ist einer der letzten in Baden-Württemberg.

Bis Oktober 2013 wurde der Kessel dann zu einer „Eventlocation“ umgebaut. Als optischer Anreiz wurde ein Panorama des Berliner Künstlers Yadegar Asisi installiert. Die geschätzte Investition von etwa drei Millionen Euro beinhaltete außer der über 30 Meter hohen Rundumsicht auf das alte Rom des Jahres 312 auch den Einbau einer Caféteria. Der unter Denkmalschutz stehende Gasometer ging dazu in Erbpacht oder als Eigentum von den Stadtwerken an die Investoren um Herrn Scheidtweiler über. Diese Rundumsicht war bis zum Frühjahr 2016 zu sehen.

Danach wechselte die Szenerie, statt Geschichte gibt es Natur zu bewundern: Der 63-jährige Asisi, in Wien als Sohn persischer Eltern geboren und in Berlin lebend, hat das Great Barrier Reef (vor der Nordostküste Australiens gelegen) auf einem 110 Meter breiten und 35 Meter hohen 360-Grad-Bild verewigt, der Musiker Eric Babak hat wie immer zu Asisis Werken eine sphärische, unter die Haut gehende Musik komponiert. In einem Film konnte man die über zwei Jahre andauernden Recherchen und vielen Tauchgängen die Arbeit des Künstlers nachverfolgen. Kein Video und kein Buch kann die Monumentalität des größten Korallenriffs der Welt so emotional vermitteln wie dieses Panorama. Eigentlich vermag das nicht einmal die Wirklichkeit, weil der Künstler dem Wasser eine Klarheit verliehen hat, die im Ozean nur selten vorkommt. Winzig sind die Taucher und Lebewesen im Riff, und so lehrt Asisi vor allem eins: Die Natur ist so viel größer als wir. Auf ganz neue Weise erweckt er Ehrfurcht vor der Schöpfung.

Bei der anschließenden Kaffeepause im dortigen Bistro wurden die Eindrücke ausgetauscht und um 17:00 Uhr traten wir Heimfahrt an. Diese führte durch das landschaftlich schöne Kraichgauer Hügelland über Bretten, vorbei an der Burgruine Steinsberg (Zeigefinger des Kraichgaus), Sinsheim nach Wiesenbach.

Unser aller Dank gebührt dem Fahrer, und vor Allem dem Ehepaar Kaiser, das Alles vorbildlich organisierte.

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